Der Klimawandel ist nun spürbar auch in Deutschland angekommen. Er betrifft jede*n Einzelne*n von uns. Und eines ist klar: nur zusammen haben wir eine Chance, die uns bevorstehende Krise zu wenden.

 

Deswegen kämpfen wir, die Nachhaltigkeits-AG, zusammen für mehr Nachhaltigkeit. Wir planen Aktionen und haben an unserer Schule auch schon einige durchgeführt. So sind im Schulgebäude und auf dem Schulhof schon von uns gemalte Banner zu lesen (gewesen) und außerdem wurde am  20. September, einem  Weltklimatag,   ein „Die-in“  von uns auf dem Schulhof veranstaltet. Das heißt, alle, die wollten, haben sich uns angeschlossen und sich wie tot auf den Boden gelegt, um ein Zeichen für die Bedrohung durch die Klimaveränderung und mehr Klimaschutz zu setzen. Dazu hat es einen Presseartikel in den Dürener Nachrichten gegeben. Am 29. November, einem weiteren weltweiten Klimatag, stellten wir eine Button-Maschine auf, an der sich jede*r ihren/seinen eigenen Button  mit einer Botschaft für mehr Nachhaltigkeit anfertigen konnte. Klar: Wir wollten damit Aufmerksamkeit und eine Identifikation mit diesem Thema auslösen. Darüber hinaus haben wir für die gesamte Schulgemeinde auch einen ersten Klimakrise-Vortrag angeboten, an dem bereits zahlreiche Schüler*innen und Lehrer*innen teilnahmen.

Denn wir wollen etwas verändern! Wir wollen Bewusstsein schaffen, auf die Probleme unserer Welt aufmerksam machen und selbst für mehr Nachhaltigkeit kämpfen. Um hierfür wirklich etwas erreichen zu können, müssen wir gemeinsam aktiv werden. Wir brauchen jede*n Einzelne*n. Denn jeder kleine Schritt zählt! Jeder Mensch, jede seiner Entscheidungen und Handlungen machen einen Unterschied!

Traut euch! Helft mit, den Planeten zu schützen! Denn der durch den Treibhauseffekt ausgelöste Klimawandel ist schon längst, sogar bei uns in Deutschland, zu spüren.  Die Waldzustandsberichte der Bundesländer sind besorgniserregend.  Danach sind alleine 2019 dramatisch viele Bäumen und Insekten aufgrund des Klimawandels zugrunde gegangen. In NRW weist nur noch etwa jeder fünfte Baum keine Schäden auf. „Die Zahlen sind alarmierend. Unser Wald ist krank, er braucht unsere Hilfe im Klimawandel – er braucht Zukunft“ sagte kürzlich NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser.

 

 

Doch warum ist das so schlimm? Warum brauchen wir Insekten, Bäume, funktionierende Ökosysteme?  Ihr habt doch in Bio aufgepasst! Insekten bestäuben Pflanzen, zerkleinern und fressen Biomasse (z.B. Laub und Aas) und dienen als Futterquelle für viele andere Tiere, um nur ein paar ihrer wichtigsten Funktionen zu nennen.  Sterben also Insekten, so sterben auch Insektenfresser (insbesondere Vögel), welche dann auch keine Schädlinge mehr fressen können, welche sich dann wiederum enorm vermehren usw.. Diese Tiere können dann in durch heiße, trockene Sommer geschwächten Ökosystemen weitere Schäden anrichten und dadurch verheerende Kettenreaktionen hervorrufen. Eine weitere schlimme Folge, für unsere Ernährung, so ziemlich die schlimmste, ist, dass wertvolle Pflanzen durch den Verlust von Insekten nicht mehr bestäubt werden. Folglich können sie sich nicht mehr vermehren und Früchte bilden. Das würde bei weitem nicht nur unsere Apfelernten, Birnenernten usw. betreffen. Sterben durch die oben genannten Gründe, durch extreme Hitze, Dürren, starke Unwetter und Schädlingsbefall, die Wälder, dann können sie kein CO2 mehr aus der Luft aufnehmen, was dann zu noch stärkerer und schnellerer Erderwärmung führt. Das kann dann zum Beispiel dazu führen, dass es im Sommer so heiß wird, dass allein das  Verlassen des eigenen Hauses für Menschen lebensbedrohlich sein kann. Extremwetter wie Hurrikane, Überflutungen oder Dürren werden uns auch in Deutschland erreichen. Der Verlust intakter Ökosysteme oder gar ihr kompletter Verlust löst also Dominoeffekte mit extremen Folgen aus.

Laut Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA) vom 4.12.2019 steht Europa beim Kampf für Klimaschutz und Artenvielfalt im Jahr 2020 vor Herausforderungen beispiellosen Ausmaßes und noch nie dagewesener Dringlichkeit.

 

Deshalb haben wir uns zusammengeschlossen, um gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit zu kämpfen. Und zwar wirklich zu kämpfen, denn es wird NICHT einfach werden!!! Wir stehen vor einem harten Kampf, den wir nur alle zusammen gewinnen können. Ein Kampf, den wir in gewisser Weise auch gegen uns selbst und unsere bisherige Lebensweise führen müssen.

 

Wir als Schule sind ein großes Team, das gemeinsam sehr viel und spürbar zum Schutz unserer gefährdeten Umwelt beitragen kann. Wenn wir nur wollen, können wir alle dazu beitragen, nachhaltig zu leben.

 

Wir treffen uns in der Nachhaltigkeits-AG donnerstags zur 7. Stunde in der Schülerbücherei. Jede*r ist herzlich eingeladen, sich unserem Team (wenn wenig Zeit ist, vielleicht auch nur ab und zu) anzuschließen und mit uns gemeinsam etwas zu bewirken, Anregungen zu geben oder sich  für den eigenen Alltag Tipps zu holen. Je mehr unser Team wächst, umso mehr können wir bewirken.

 

Also, wir sehen uns am Donnerstag!

Es grüßt euch im Namen der Nachhaltigkeits-AG

Sarah Rohs, (Klasse 8)