Dank neuester Lasertechnik ist es Microsoft gelungen, den gesamten Hollywood-Film „Superman” auf ein neues und haltbares Speichermedium zu übertragen: auf ein Glasstück mit der Größe einer Untertasse. Im Rahmen des neuen Projekts „Silica” hatten Forscher die jüngsten Erkenntnisse der Laseroptik sowie künstliche Intelligenz genutzt, um den Film auf einer Quarzscheibe zu speichern. Diese neue Technologie basiert darauf, dass ein sogenannter Femtolaser mikroskopisch kleine Gitter und andere Formen in mehreren Schichten auf das Material schreibt. 

Um den Film auszulesen, wird die Glasscheibe mit polarisiertem Licht durchleuchtet. Hierbei entstehen daraufhin Bilder und Muster, die dann wiederum von Algorithmen interpretiert werden, welche speziell durch maschinelles Lernen ausgebildet wurden. Durch dieses besondere Konzept kann man bis zu 16 DVDs auf einer Glasscheibe speichern, was ungefähr 76 Gigabyte entspricht. 

Eine Glasscheibe als Speichermedium hat einige Vorteile, da sie länger haltbar und widerstandsfähiger ist und die Quarzscheiben hohe und niedrige Temperaturen aushalten können. Abgesehen davon sind sie gegen Magnetfelder immun.  

Der Microsoft-Manager Mark Russinovich bezeichnet die neu entdeckte Speichermethode als „Meilenstein”. Laut ihm suche das Filmstudio Warner Bros. schon seit Jahren nach einer Möglichkeit, wertvolle Filme und Radioaufzeichnungen für Hunderte von Jahren auf einem einzigen Medium zu speichern, anstatt sie die ganze Zeit aktualisieren zu müssen.